Therapieplatzvergabe
Im Folgenden finden Sie alle wichtigen Informationen zur Therapieplatzvergabe bei Dr. Ulrich Weber.
So entscheide ich über Therapieplätze
Aufgrund vieler Anfragen sind meine Kapazitäten leider oft schnell ausgeschöpft. Erst nach Abschluss einer Therapie einer anderen Patientin oder eines anderen Patienten wird ein neuer Platz frei und ich muss dann immer wieder neu entscheiden, wen ich von den vielen (mittlerweile bundesweiten) Anfragen zum Erstgespräch einlade.
Es liegt in der Natur der Sache, dass ich als Psychotherapeut immer nur einen sehr kleinen Teil der vielen Anfragen behandeln kann. Das ist natürlich für viele Patient:innen bedauerlich, besonders wenn sie schon lange auf einen Therapieplatz warten. Das kann ich sehr gut verstehen und genau deswegen habe ich als Mitgründer der mentcape GmbH auch eine Plattform ins Leben gerufen, damit Patient:innen schnelle Hilfe bekommen.
Um für mich eine Auswahlentscheidung zu treffen, orientiere ich mich an meinen persönlichen drei Kriterien (Kapazität, Diagnose/Thema, Patienten-Therapeuten-Passung).
Und so gehe ich vor: Nachdem ich festgestellt habe, dass neue Kapazitäten (Kriterium 1) bei mir frei werden, lade ich einige Patient:innen zum Erstgespräch ein. Dabei orientiere ich mich an meinem zweiten Kriterium, die Diagnose bzw. das jeweilige Thema, denn persönlich lege ich Wert darauf, unterschiedliche Diagnosen parallel zu behandeln, (und nicht nur Personen aus einer Störungsgruppe). Angenommen ich würde alle meine freien Therapieslots nur mit depressiven Patient:innen füllen, so wäre das auch für meine eigene Psychohygiene eine große Belastung und dann könnte ich meinen Patient:innen auch nicht mehr gerecht werden. Deswegen achte ich darauf, dass über die Patient:innen verteilt viele verschiedene Themen abgedeckt werden (z.B. Angst, Zwang, Depression, Anpassungsstörung, Burnout, usw.).
Nachdem ich schließlich die Entscheidung für die Einladung zum Erstgespräch getroffen und das Erstgespräch geführt habe, kommt mein drittes Kriterium zum Tragen, die Therapeuten-Patienten-Passung. Die Patienten-Therapeuten-Passung ist unglaublich wichtig, um eine erfolgreiche Therapiebehandlung zu gewährleisten. Dabei kommt es allerdings nicht nur darauf an, dass Patient:innen sich gut mit mir als Therapeut verstehen und Vertrauen aufbauen können, sondern dass es auch umgekehrt passt. Gegenseitige Sympathie spielt bei einer Psychotherapie (anders als bei anderen medizinischen Problemen) auch für mich als Behandler eine große Rolle, denn nur wenn diese gegeben ist, kann die Psychotherapie das Bestmögliche für Patient:innen bewirken. Das ist nicht nur meine Meinung, sondern das belegen auch zahlreiche Studien zur Therapieeffektivität und -effizienz. Therapeuten-Patienten-Passung heißt aber auch, dass ich zur Einschätzung komme, Ihnen wirklich bei Ihrem Anliegen mit meinen Methoden und meiner Kompetenz weiterhelfen zu können. Ggf. mache ich Ihnen auch Vorschläge für eine anderweitige Therapie.
Nachdem alle Erstgespräche mit allen eingeladenen Patient:innen stattgefunden haben, entscheide ich, bei wem ich denke, am meisten bewirken zu können. Diese Person erhält schließlich den Therapieplatz bei mir.
Durch diese Erklärung habe ich mich bemüht, Ihnen hiermit ganz transparent zu vermitteln, wie ich zur Auswahlentscheidung gelange und dass es mir oft leid tut, Patient:innen eine Absage zu erteilen. Ich kann an dieser Stelle nur nochmal an mentcape verweisen, das diese Probleme hoffentlich lösen wird.

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